Höhere Degression für Photovoltaik-Anlagen

30. Oktober 2009 | Märkte und Trends, Politik und Gesellschaft, Topnews

Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland war in diesem Jahr enorm. Die Bundesnetzagentur hat am Freitag genaue Zahlen veröffentlicht. Der Vergütungssatz für Solarstrom wird daher im kommenden Jahr um elf Prozent sinken.

Freiflächen-Photovoltaik-Anlage auf grüner Wiese

Der Photovoltaik-Zubau in Deutschland hat 2009 die Erwartungen übertroffen

In diesem Jahr sind in Deutschland mehr Photovoltaik-Anlagen ans Netz gegangen als erwartet. "Der Schwellenwert von 1500 Megawatt, der eine erhöhte Degression und damit eine stärkere Absenkung der Vergütungssätze zur Folge hat, wurde mit einer gemeldeten installierten Leistung von ca. 2340 Megawatt deutlich überschritten", teilte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, mit. Damit werden die Vergütungssätze im kommenden Jahr je nach Art und Größe der Anlage um neun bzw. elf Prozent gegenüber 2009 sinken, wie es weiter hieß. Die Einspeisevergütung für Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen wird 2010 zwischen 22,76 Cent bis 39,14 Cent pro Kilowattstunde liegen, wie die Bundesnetzagentur nach den Vorgaben des EEG ermittelt hat.
Seit 1. Januar sind Photovoltaik-Anlagenbetreiber verpflichtet, Standort und Leistung ihrer Anlage zu melden. Demnach ist seit Jahresbeginn bis Ende September ein Zubau an Photovoltaik-Anlagen von 1471 Megawatt zu verzeichnen. Zur Ermittlung der Höhe der Degression der Einspeisevergütung sind aber die Zahlen des Gesamtjahres notwendig. Daher habe die Bundesnetzagentur die von den Netzbetreibern für das 3. Quartal 2008 übermittelten Zahlen herangezogen. Damals waren Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 869 Megawatt ans Netz gegangen. (Sandra Enkhardt)

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