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Solar Solutions Bremen 2025: mehr Speicher fürs Gewerbe

Die Fachmesse hat am 26. März ihre Tore geöffnet. In der Halle 5 der Messe Bremen tauschen sich Experten über die Themen Solar, Speicher, E-Charging und grüne Wärme aus. Vor allem neue Batteriespeicher für Eigenheim und Gewerbe standen dabei im Fokus. Parallel zur Ausstellung finden Workshops und Expertenvorträge statt.

Fraunhofer IFAM: Software ermittelt Speichergröße

Besonders viel Resonanz fand der Vortrag von Stefan Lösch vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM). Er erläuterte die Bedingungen für einen wirtschaftlichen Betrieb von Gewerbespeichern. Als erstes müsse das Lastprofil des Unternehmens ermittelt werden. Anhand der Strompreise, die das Unternehmen für Leistung und Kilowattstunden zahlt, kann dann die Software vom Fraunhofer IFAM berechnen, wie die Photovoltaikanlage und der Stromspeicher optimal dimensioniert werden. Eben nicht zu klein, aber auch nicht zu groß, weil die Investition möglichst schnell wieder amortisiert werden muss. „Auf dem Papier kann man das nicht in fünf Minuten berechnen“, betont Lösch.

BVES: Speicherbranche rechnet mit leichtem Wachstum im Jahr 2025

Damit die Besucher auf einen Blick die neuesten Innovationen entdecken, gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Innovation Boulevard. Mit dabei ist der Montagesystemhersteller SL Rack, aber auch neue Firmen wie Lumenhaus mit einem Heimspeicher und Atmoce mit einem Mikroinverter.

Neue Niedervoltbatterie von Atmoce

Das komplette System des neuen Herstellers Atmoce.

Niels H. Petersen

Das komplette System des neuen Herstellers Atmoce.

Das junge Unternehmen Atmoce hat eine Niderlassung in Oberried bei Freiburg und stellt sogar zwei neue Produkte vor. Die Niederspannungsbatterie M-ELV-Batterie arbeitet mit weniger als 30 Volt – und das erhöht die Sicherheit für Installateure. Die LFP-Batterie speichert sieben Kilowattstunden und verfügt laut Hersteller über einen Wirkungsgrad von 90 Prozent im Wechselstrombetrieb. Die modulare Lösung gibt es in einer ein- und dreiphasigen Version.

SAX Power verdoppelt die Produktionskapazitäten

Der Heimspeicher wiegt 73,5 Kilogramm ohne Halterung. Der Hersteller bietet 15 Jahre Garantie auf das Gerät und sichert eine Lebensdauer von 10.000 Ladezyklen zu. Zudem zeigt Atmoce einen Mikrowechselrichter, der je nach Modell über 400 bis 500 Watt. Es handelt sich dabei um einen Modulwechselrichter. Der AC-AC-Umwandler arbeitet mit unter 60 Volt und erreicht laut Hersteller einen Wirkungsgrad von 97,4 Prozent.

Sigenergy: Gewerbespeicher mit im Showtruck

Hersteller Sigenergy mit wieder mit seinem Showtruck in der Messehalle auf dem Stand von Hawo und zeigte seine komplette Speicherlösung samt Wechselrichter für das Eigenheim (Sigenstor) und neu auch für das Gewerbe (Sigenstack). Im April wird der neue Gewerbespeicher in Deutschland erstmals installiert. Sigenstack baut auf dem Designkonzept des Heimspeichers auf, bietet aber deutlich mehr Leistung sowie die Möglichkeit einer schnelleren Entladerate von 1C. Die neue Wechselrichterserie bietet eine Reihe von Leistungsoptionen zwischen 50 Kilowatt bis 125 Kilowatt, die alle für eine nahtlose Batterieintegration ausgelegt sind. Der Großspeicher deckt 48 Kilowattstunden bis zu fünf Megawattstunden ab. Sebastian Feges stellt den Gewerbespeicher Sigenstack im Video vor.

Lumenhaus: schlanker Heimspeicher in grau

Adrian Bühler von Lumenhaus zeigt den dreiphasigen Heimspeicher Sunsaver.

Niels H. Petersen

Adrian Bühler von Lumenhaus zeigt den dreiphasigen Heimspeicher Sunsaver.

Der Systemanbieter Lumenhaus zeigt den dreiphasigen Heimspeicher Sunsaver. Das modulare Speichersystem umfasst ein Stromversorgungsmodul, eine Steuerungsbox, zwei bis sechs Batteriemodule sowie ein KI-gesteuertes Energiemanagementsystem (EMS).

Das Gerät ist zudem notstromfähig: Bei Stromausfällen schaltet der Heimspeicher in unter 20 Millisekunden auf die Notstromversorgung um und sorgt so für eine unterbrechungsfreie Energieversorgung. Das Modell liefert je nach Konfiguration zehn bis 30 Kilowattstunden. Verbindung mit der App Mylumenhaus können Nutzer den Energieverbrauch in Echtzeit überwachen und steuern, um die Effizienz zu optimieren.

Weess: Mieterstrommodell überzeugt

Innovativ ist auch das Mieterstrommodell der Firma Weess, denn bisher ist dieses Segment viel zu bürokratisch. Der sogenannte Powertower wurde speziell für das Modell entwickelt. Er ermöglicht eine einheitliche Verwaltung der Energieteilung in Mehrfamilienhäusern. Das Gerät kann laut Hersteller bis zu 72 Haushalte beliefern und erfüllt alle EEG-Anforderungen. Der dazugehörige Heimspeicher Zugspitze ist ebenfalls ein Komplettsystem, das zehn bis 20 Kilowattstunden puffert. Es gibt bereits erste Mehrfamilienhäuser in Deutschland, die die Lösung nutzen. (nhp)

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