Zwei Jahre lang bis März 2025 ist der Hauptsitz von Energie 360° in Zürich-Altstetten umgebaut worden. Die Baumaßnahmen umfassten hauptsächlich die Erneuerung der Gebäudetechnik, die inneren Oberflächen, die Umgestaltung in eine moderne Arbeitsumgebung und die Aufwertung des Außenbereichs mittels neuer Begrünung. Das Gebäude wurde bereits wieder bezogen, die Umgebungsarbeiten werden noch im Frühling 2025 fertiggestellt.
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Photovoltaik war bei der Instandsetzung ein absoluter Schwerpunkt. Die Dach- und Fassadensolaranlagen mit 1600 Elementen machen unseren Hauptsitz in Altstetten zum grünen Kraftwerk. Es erzeugt etwa 325 Megawattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr. „Künftig produziert Energie 360° rund die Hälfte des jährlichen Energiebedarfs ihres Gebäudes selbst“, frohlockt Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe und Verwaltungsratspräsident von Energie 360°.
Ein Brandschutz-Pionierprojekt
Besonders anspruchsvoll war die Umsetzung des Brandschutzkonzepts: Denn die Gebäudeversicherung Kanton Zürich erhöhte ihre Bewilligungspraxis um eine zusätzliche Anforderung, als sich das Projekt in der Bewilligungsphase befand: Bei Gebäuden, die höher als elf Meter sind, brauchte es nun zwingend den Nachweis, dass sich ein Brand der Solarmodule nicht über mehr als zwei Stockwerke ausbreiten kann.
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Da es in der Schweiz keine Prüfstelle für den erforderlichen Nachweis gab, wurde das städtische Amt für Hochbauten mit den Brandschutzfachleuten in Leipzig fündig. Der zweite Brandversuch mit ergänzten Brandriegeln aus Stahlblechen war erfolgreich. Die Westfassade wurde mit durchgehenden Solarpanels realisiert. Auf der Ost- und Südseite wurden Solarpanels auf die Brüstungsbänder unterhalb der Fenster verbaut. Der Hauptsitz von Energie 360° dürfte schweizweit das erste Gebäude sein, dessen Solarfassade mit diesem Prüfverfahren gebaut wurde.
1.600 Module auf 2.600 Quadratmetern Fläche
Die rund 1.600 Module auf einer Fläche von 2.600 Quadratmetern decken rund 50 Prozent des Energiebedarfs des Gebäudes. Dabei nutzt das Unternehmen rund 80 Prozent des erzeugten Solarstroms selbst – beispielsweise für die eigene E-Autoflotte. Die Ladeinfrastruktur umfasst 91 Ladepunkte und kann auf 148 erweitert werden. (nhp)
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