Es war am 20. Juni 1945, als Günter Fronius offiziell bekannt machte, dass er im Haus einer Gastwirtschaft in Wels Radio- und Elektrogeräte repariert. Dies war der Grundstein für das Unternehmen, das heute aus der Solar- und Speicherbranche nicht mehr wegzudenken ist. Vor allem im Bereich der Speicher ist Fronius schon früh unterwegs. Denn nur wenige Monate nachdem Günter Fronius mit der Instandhaltung der Elektrogeräte gestartet war, präsentierte er eine damals revolutionäre Idee: Der gelernte Elektrotechniker fertigte ein Gerät, mit dem Autobatterien wieder geladen und somit länger verwendet werden konnten.
Knappe Ressourcen fördern Erfindergeist
Das erste Produkt von Fronius findet regen Anklang, die Erfolgsgeschichte kann beginnen. „Führt man sich die damaligen Rahmenbedingungen vor Augen, so sind unsere Anfänge von Innovationskraft, Wagemut und Zusammenhalt geprägt“, sagt Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß, Geschäftsführerin von Fronius und Enkelin des Firmengründers. „Die knappen Ressourcen haben den Erfindergeist meines Großvaters geweckt und ihn dazu bestrebt, Vorhandenes bestmöglich zu nutzen, reparierfähig zu machen und einer breiten Bevölkerungsschicht leistbar zur Verfügung zu stellen.

Fronius International
Doch Günter Fronius entwickelte weiter. Schon fünf Jahre nach der Entwicklung des Ladegeräts erweitert er das Produktportfolio um Schweißtransformatoren. Auf dieser Grundlage wächst Fronius zu einem großen mittelständischen Industriebetrieb heran, der sich in den 1980er Jahren auch international aufstellte, nachdem Günter Fronius das Ruder an seine Kinder Brigitte Strauß und Klaus Fronius übergeben hatte. Zahlreiche Tochtergesellschaften wurden in aller Welt gegründet. Deren Zahl hat sich inzwischen auf 37 erhöht.
Pionier der Solarenergie
Fronius war zudem schon ein Pionier in Sachen Solarenergie. Seit 1992 setzt Fronius zusätzlich auf dieses Thema. Die Solarenergie steckte damals noch in den Kinderschuhen, und es war nicht klar, ob sie sich durchsetzen würde. Heute ist sie aus der Energiewirtschaft nicht mehr wegzudenken. „Wir brennen für erneuerbare Energien und halten konsequent an unserer Vision von 24 Stunden Sonne fest“, betont Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß, die 2012 die Führung des Unternehmens von ihrer Mutter und ihrem Onkel übernommen hat. „Speziell der Solarmarkt war und ist von Auf und Ab geprägt, die Ausläufer der jüngsten Krise sind noch deutlich spürbar. Aber unsere 80-jährige Geschichte hat uns gelehrt, dass wir selbst in herausfordernden Zeiten nicht aufgeben, sondern – ganz im Gegenteil – gestärkt daraus hervorgehen.“
PV Guided Tours: Hautnah an den Innovationen
Neue Wechselrichter entwickelt
Dazu entwickelt Fronius die Lösungen für die Solarenergie auch stetig weiter. In diesem Jahr wird das Unternehmen auf der Smarter E Europe vom 7. bis 9. Mai 2025 in München seine neuen Produkte vorstellen. Neben dem eigenen Stromspeicher Reserva wird Fronius mit dem Verto Plus auch einen leistungsstarken Hybridwechselrichter vorstellen. Dieser ermöglicht auch eine zuverlässige Notstromversorgung sowie eine optimierte Energieausbeute. Mit dem Argeno wird es auch einen neuen Wechselrichter für Projekte in Gewerbebetrieben vorstellen.
Sektorenkopplung ausbauen
Schon früh setzte Fronius auf die Nutzung des Solarstroms vor Ort auch für Wärme und Mobilität. In diesem Jahr wird es eine neue Version der Ladelösung für Elektroautos geben. Der Wattpilot Flex ermöglicht flexibles, kosteneffizientes und photovoltaikoptimiertes Laden. Dadurch können die Nutzer den Eigenverbrauch von Solarstrom maximieren.
Fronius launcht mit Reserva eigenen Batteriespeicher
Planung vereinfacht
Zudem wird Fronius in diesem Jahr auch für Installateure ein neues Programm zur Planung der gesamten Leistungselektronik vorstellen. Mit einer Vielzahl an Funktionen unterstützt der Fronius Solarcreator bei der optimalen Auslegung von Photovoltaikanlagen. Mit dem Energy Cost Assistant hat Fronius zudem eine transparente Energiekostenanalyse mit KI und Batterieanbindung entwickelt. Er bietet detaillierte Einblicke in den Energieverbrauch und die Kostenstruktur. Dank künstlicher Intelligenz können Optimierungspotenziale gezielt identifiziert und Energiekosten dauerhaft gesenkt werden. Die Anbindung an Batteriesysteme ermöglicht zudem die effiziente Nutzung überschüssiger Energie. (su)